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Besondere Ereignisse erfordern besondere Maßnahmen!
Leider ist der Anlass dieses Mal ein sehr negativer.
Wie bereits jeder mitbekommen hat, wird die schwarz-gelbe Fanszene am Dienstag dem 13.4.2010 durch ein DFB-Sportgerichtsurteil vom Auswärtspiel bei der SpVgg Unterhaching ausgesperrt. Das heißt, dass der Gästeblock geschlossen bleiben wird. Der Grund dafür sind die Vorfälle zu Hause gegen Erfurt, sowie auswärts in Osnabrück und in Aue. Das für diese Geschehnisse bei den aufgezählten Spielen Strafen zu erwarten waren, war leider klar. Das Strafmaß ist jedoch weder verhältnismäßig noch durchdacht. Eine ehrliche Aufarbeitung der Vorfälle findet nicht statt, denn dann würde man schnell erkennen, dass es in Osnabrück nur zu den Tumulten kam, weil der Ordnungsdienst grundlos überreagiert hat und sich profilieren wollte. In Aue stellte nicht der Gebrauch von Pyrotechnik einiger Fans eine Straftat dar, sondern der niederträchtige Einsatz der Polizei Sachsen! Und zum Heimspiel gegen Erfurt hat nicht der K-Block mit Versäumnissen geglänzt, sondern allenfalls der sonst so penible Ordnungsdienst „Ihre Wache“ der in der Vergangenheit schon mehrfach der Grund von Unmut der dynamischen Anhängerschaft war.
Momentan schwimmt der DFB mit auf einer sich in immer kürzerer Regelmäßigkeit wiederholenden Welle der Empörung, welche dem Fußball immer neue Schreckensszenarien anhängen will. Und das obwohl die Realität seit Jahren einen anderen Trend aufzeigt. Nur Leute, welche dieses Bild willentlich manipulieren wollen, können behaupten, dass sicher jeder einer ernsthaften Gefahr aussetzt, der sich in ein Stadion begibt. Das ist schlichtweg gelogen!
Gebetsmühlenartig werden diese Behauptungen aber von sensationslüsternen Medien auf der einen und Gewerkschaftsvertretern der Polizei auf der anderen wiederholt. Dabei instrumentalisieren sie die Macht spektakulärer Bilder um diese Welle immer neu zu entfachen. Sie wollen damit ihre Auflage steigern bzw. um mehr finanzielle Mittel aus der Politik werben. Um konkret ein Beispiel auf Dynamo zu beziehen, muss man nur zurück an ein Spiel der Oberliga-Jahre denken und mit denen von heute vergleichen, um diesen offensichtlichen Unterschied in der Sicherheit der Besucher zu erkennen! Ereignisse wie die in Berlin vor ein paar Wochen werden bei genauerer Betrachtung arg relativiert.
Der DFB wiederum versucht demonstrativ Härte zu zeigen, um zwischen Schiedsrichter- sowie Manipulationsskandalen und der anstehenden WM nicht vollends den Kopf zu verlieren. Um in der Öffentlichkeit bzw. vor der Boulevardpresse und Polizeivertretern gut dazustehen, setzt er eine zwar plakative aber an sich wenig wirksame Strafe durch. Es sei an dieser Stelle nur das Beispiel des 1. FC Köln genannt, welcher für das Auswärtsspiel beim Dietmar Hopp-Verein Hoffenheim mit derselben Strafe belegt wurde, dessen Fans sich unbestätigten Angaben zufolge, aber bereits mit über 1000 Karten für den Heimbereich versorgt haben sollen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass sich die Zuschauer des Spiels in Unterhaching für die personalisierten Karten nicht beim DFB, sondern bei den ausführenden Organen der SG Dynamo Dresden, namentlich u.a. dem Fanbeauftragten Martin Börner, bedanken können, welche diese Maßnahme ausdrücklich gefordert haben.
Geschwächt werden durch solche Strafen sowohl die Bemühungen des aktivsten Teils der Fanszene zur Legalisierung von Pyrotechnik (die für den DFB immer noch eines der Hauptprobleme darstellt), als auch der Glaube daran, dass der DFB an einer ernsthaften und vor allem auch nachhaltigen(!) Lösung interessiert ist. Im Übrigen bestanden solche Bestrebungen von Fanseite aus schon weit vor den vollmundigen Erklärungen des Vereins über ein sog. „Pilotprojekt“. Stattdessen geht der DFB so gegen eine gewachsene Fankultur vor, die sich in letzter Zeit bereits gemaßregelt und Selbstkontrolle ausgeführt hat.
Wir werden auch weiterhin für eine freie und leidenschaftliche Fankultur kämpfen, sowie den Kampf für das kontrollierte abbrennen von Pyrotechnik weiter voran treiben!
Im heutigen Spiel möchten wir daher Zeichen setzen und bitten euch um eure Unterstützung! In der ersten Hälfte werden wir wie immer alles für Dynamo Dresden geben! LAUTSTARK, FANATISCH und EMOTIONAL, denn „DAS IST DYNAMO!“
In der zweiten Hälfte werden wir unsere Schwenkfahnen einsammeln, unsere Zaunfahnen abmachen und von organisierter Stimmung absehen. Wir rufen damit ausdrücklich NICHT zu einem Stimmungsboykott auf (auch wenn eine schweigende Kurve in diesem Moment wohl demonstrativer wäre). Aber wir wollen zeigen, welches Bild ohne eine gewachsene und strukturierte Fanszene zukünftig in deutschen Stadien zu sehen sein wird, oder eben nicht! Die Aktion richtet sich ausdrücklich nicht gegen die Mannschaft, welche in den letzten Spielen sehr erfreuliche Leistungen gezeigt hat! So schwer es auch fallen mag, aber wenn keine aussagekräftigen Zeichen gesetzt werden, wird sich auch die verzerrte Spirale im Blick der Öffentlichkeit weiterdrehen und es werden irgendwann generell keine Gästefans mehr zugelassen. Nicht nur bei uns, sondern auch bei allen anderen Vereinen. „DAS WILL DER DFB!“ scheinbar, oder nicht?
Besondere Ereignisse erfordern aber besondere Maßnahmen!
Aufruf zur Demo am Rathaus am 19.03.2010
„Die genauen Zahlen sind bekannt, alle Fakten liegen auf dem Tisch und sämtliche Argumente wurden ausgetauscht – nun wird entschieden. Am Freitag wird der Stadtrat endgültig darüber beschließen, ob die SG Dynamo Dresden ab der kommenden Saison für das städtische Rudolf-Harbig-Stadion eine faire und angemessene Miete bezahlen kann. Die Stadträte werden mit ihrem Beschluss über nicht weniger entscheiden, als darüber, ob in Dresden auch künftig Profifußball gespielt werden soll. Sie werden darüber abstimmen, ob unser Verein nach dieser Saison weiter existieren wird. Ihre Entscheidung ist unwideruflich und nicht korrigierbar. Findet sich am Freitag im Dresdner Rathaus keine Mehrheit für Dynamo und für den Sport, wird der achtmalige Meister und siebenfache Pokalsieger Dynamo Dresden keine Lizenz für die nächste Spielzeit erhalten. Als Konsequenz daraus wird dann der Verein des legendären Dresdner Kreisels, von Dörner, Kreische, Minge und Kirsten, Insolvenz anmelden und von der Fußballbühne verschwinden. Für immer.
Die Fangemeinschaft Dynamo ruft deshalb alle Mitglieder, Fans und Sympathisanten der SG Dynamo Dresden, alle Dresdnerinnen und Dresdner auf, mit ihrer Teilnahme an einer Kundgebung am Freitag ab 16:00 Uhr vor dem Dresdner Rathaus allen und jedem klar zu machen, dass sie eine gezielte Vernichtung der SG Dynamo Dresden nicht hinnehmen werden.
Geben wir an diesem Tag den gewählten Vertretern dieser Stadt ein für alle mal und eindeutig zu verstehen, dass wir unseren Verein nicht politischen Machtspielereien und persönlichen Interessen Einzelner zum Fraß vorwerfen lassen. Jeder von uns ist jetzt aufgerufen, mit seiner Anwesenheit am Freitag vor dem Rathaus Dresden seinen ganz persönlichen Beitrag zum Weiterleben unserer Sportgemeinschaft zu leisten.
Oft, viel zu oft in den vergangenen zwanzig Jahren begleiteten Worte wie Lizenzentzug und Insolvenz unsere Sportgemeinschaft. Unfähigkeit und Missmanagement der Verantwortlichen führten den Verein immer und immer wieder an den Abgrund. Immer wieder gelang es nur mit geliehenem Geld oder Spenden dem Tod in allerletzter Sekunde von der Schippe zu springen. Immer wieder standen Mitglieder und Fans des Vereins, Einwohner und Steuerzahler der Stadt Dresden für die Fehler der wechselnden Vereinsführungen gerade und retteten mit ihrem Engagement und ihrem Geld ihre SG Dynamo Dresden.
Dieses Mal jedoch ist vieles anders. Unser Verein befindet sich diesmal nicht in der Bettlerrolle, er verlangt einzig und allein völlig berechtigt nach einer marktüblichen und bezahlbaren Miete für das städtische Rudolf-Harbig-Stadion. Mitglieder, Fans und Verantwortliche der SG Dynamo Dresden haben im vergangenen Jahr ihre Hausaufgaben in eindrucksvoller Weise überaus erfolgreich gemacht und den Verein endlich auf einen zukunftsfähigen Weg gebracht. Sowohl die vom Verein vorgelegten Zahlen, als auch die in allen Bereichen herausragende Rolle, welche Dynamo Dresden seit jeher in und für die Stadt Dresden spielt, sind unwiderlegbar und unbestreitbar.
Offensichtlich wegen genau dieser eindeutigen Faktenlage hält sich die Aufgeregtheit unter den Dynamofans und den Dresdnern momentan scheinbar in Grenzen und manch einer ist vielleicht davon überzeugt, dass der Stadtrat ja gar nicht anders könne, als im Sinne Dynamos und damit im Sinne der Stadt und seiner Bürger zu entscheiden. Dieses Denken jedoch wäre absolut fatal, denn eine positive Entscheidung am Freitag ist keineswegs sicher. Viel zuviel Energie haben die Gegner Dynamos in den letzten Wochen, Monaten und Jahren in miese Stimmungsmache und das Schüren von Neid, das Verbreiten von Lügen und das Verschweigen von Wahrheiten investiert. Zu viele Kämpfe um politische Interessen werden auf dem Rücken unseres Vereines ausgetragen. Zu viele persönliche Befindlichkeiten, Abneigung gegenüber unserem Verein bis hin zu purem Hass sind im Spiel. Zu verzweifelt sind die Versuche, auf Kosten Dynamos eigene Unfähigkeit zu vertuschen. Aber auch – angesichts der knappen Stadtkasse nachvollziehbare – Angst und Unsicherheit bei einigen vernünftigen und objektiven Stadträten machen das Ergebnis der Entscheidung nach wie vor völlig unkalkulierbar. All denjenigen, welche glauben es werde schon gut gehen, weil es bisher immer gut ging, sei eindringlich gesagt, dass nichts, rein gar nichts entschieden ist. Nach wie vor gilt: Die Existenz unseres Vereins steht auf dem Spiel!
Darum: Freitag, ab 16 Uhr, Rathaus
Es gibt keine Ausreden mehr. Wer jetzt fehlt, macht sich mitschuldig.“
Ruhm oder Ruin(e) – wir pokern nicht!
26.02. – ab 15:30 Uhr – Kundgebung auf dem Rathausplatz – Es geht um Alles!
Am Freitag den 26. Feb. 2010 findet im Rathaus der Stadt Dresden eine gemeinsame Sondersitzung
des Ausschusses für Finanzen und Liegenschaften statt. In dieser Sitzung wird über die Höhe des städtischen Zuschusses
an die Stadion-Projektgesellschaft und in der Folge damit höchstwahrscheinlich über das Weiterbestehen unseres Vereins entschieden!!
Hauptgeschäftsführer Stefan Bohne hat beim Videochat des MDR am 24.02.2010 nochmal
deutlich gemacht, daß unser Verein Dynamo Dresden unter den derzeitigen Rahmenbedingungen (Höhe der Stadionmiete) NICHT
im neuen Dynamostadion spielen kann und im schlimmsten Fall auf die Insolvenz zugeht!
Deshalb rufen wir alle Fans, alle Mitglieder und Freunde der SGD zur Kundgebung vor dem Rathaus auf – los geht’s 15:30 Uhr!
Der Rathausplatz muss an diesem Tag Schwarz-Gelb sein – jede Frau, jeder Mann wird gebraucht!
Nur wenn wir verdeutlichen, was Dynamo für Dresden und Dresden für Dynamo bedeutet, können wir die Oberbürgermeisterin
und den Stadtrat im Hinblick auf eine bezahlbare Stadionmiete noch umstimmen!
WIR sind DYNAMO und DYNAMO ist DRESDEN
!!ACHTUNG das Ordnungsamt Dresden hat ein Alk-Verbot rausgegeben!!




