Archiv für März 2010

Stadionverbote und Konfiszierung von Spruchbändern im Rudolf-Harbig-Stadion

Letzte Woche klingelte der Postbote wieder an vielen Türen von Dynamofans. Genial, ein persönliches Einschreiben von meinem geliebten Verein Dynamo Dresden. Womit hat man diese Ehre denn verdient? Der Inhalt leider kein Dankesschreiben wegen jahrelanger Treue zur SGD, Nein, Stadionverbot für die nächsten drei Jahre! Aus fadenscheinigen Gründen oder, dank BGH-Urteil, beliebiger eingeleiteter Ermittlungsverfahren, soll der gemeine Fan da für sehr lange Zeit von den Rängen aussortiert werden.

Anzeigen sind einem heutzutage Dank »Szenekundigen Beamten« und dem »Ihre Wache«-Sicherheitsdienst von Sören Klar schnell angedichtet und eingeleitet. Aufhebungs- und Anhörungsverfahren zu Stadionverboten ziehen sich in Dresden hingegen leider teilweise über Jahre hin. Die Mühlen mahlen da sehr langsam, aber sicherlich nicht mit Absicht. Die Jungs auf der Schießgasse haben schließlich „viel um die Ohren“. Das krasse Gewaltproblem und die ganzen Jugendlichen da aus dem K-Block die sich da immer mehr organisiert zusammenschließen, das nervt Hammer. Blanke Anarchie also in Dresden, viel zu viele Dynamofans weichen von der DFB Norm „Eintritt zahlen, Platz nehmen, applaudieren, Schnauze halten, nach Hause gehen“ gezielt ab, da gilt es natürlich dazwischen zu funken!

Kurioserweise soll man am nächsten Tag, wieder einmal, für die Rettung des Vereins vorm Rathaus demonstrieren, fleißig spenden oder als Mitglied Sonderumlagen leisten. Und das alles nur weil „die da oben“ mal wieder kräftig Scheiße gebaut haben und die Kohle irgendwo verbrannt wird! Aber was tut man nicht alles für Dynamo. Schließlich will man nicht die gleiche Situation wie in Zwickau erleben, wo nach der Insolvenzanmeldung auch alle »Offiziellen« verschwunden sind und nur die Fans und Ultras retten, was zu retten ist. Also werden Freitags bis spät in die Nacht noch Spruchbänder gemalt und geklebt, die alle Bürger von Dresden dazu aufrufen sollen, für den Fußballverein Dynamo und den Sport in Dresden mal paar Euro locker zu machen. Ehrensache, macht man doch gerne!

Am Spieltag dann die Ernüchterung, am Eingang wird man vom Fan- und Sicherheitsbeauftragten gebührend empfangen und die Spruchbänder werden sogleich konfisziert und weggeschlossen! Grund: Nicht offiziell angemeldet! Wer spätestens jetzt denkt er wäre im falschen (Dynamo-) Film, der irrt. Schikanen, Verbote und Versuche einzelne Fangruppen bei Dynamo gezielt zu sabotieren, kennt man ja besonders aus der Ära Bernd Maas. Diese Versuche sind bekanntlich allesamt fehlgeschlagen, die feinen Herren über alle Berge abgehauen und nie mehr gesehen. Die Fanszene dadurch nur näher zusammengerückt und gestärkt! Aber Spruchbänder, die zu Spenden für den Verein und Sportstadt aufrufen, zu verbieten, dass hat es noch nie gegeben. Um dem ganzen noch einen drauf zu setzten, sollen in Zukunft Fans die sogenannte „nicht genehmigte Banner“ im Stadion präsentieren, durch Dynamo eine Anzeige sowie Stadionverbot erhalten. Die Dynamo-Diktatur lässt grüßen.

Die Fancharta besagt zwar, dass Spruchbänder vorher rechtzeitig beim Fanbeauftragten angemeldet werden müssen, aber worin liegt der Sinn darin? Spruchbänder leben von ihrer Spontanität, ihrem Witz, der freien Meinungs- und Kritikäußerung die Fans im Stadion schließlich haben sollten. Oder doch nicht? Wozu dann diese sinnlose Anmeldeschikanen? In der Vergangenheit wurden auch Spruchbänder nicht vorher angemeldet, die zuständigen Leute schauten am Spieltag kurz drüber und gut! Es handelt sich hierbei schließlich nicht um eine Choreo, auf dessen Umfang sich vielleicht irgendwelche Institutionen irgendwie einstellen müssten. Umso bedenklicher ist die Entwicklung in den letzten Wochen und Monaten. Da es hier wohl nur um Gängelung und Seitenhiebe gegen bestimmte Fangruppen geht, liegt auf der Hand. Diese Leute die das veranlassen, tragen Dynamo nicht im Herzen, sie stehen nur auf der Gehaltsliste und wollen sich profilieren. Funktionäre, Manager und Präsidenten etc. haben wir in den letzten Jahren bei Dynamo Dresden kommen und gehen gesehen. Sie hinterließen leider oft genug einen Scherbenhaufen, an dem unser Verein noch bis heute zu leiden hat. Was allerdings immer geblieben ist, das sind wir, die sogenannten Fans. Oft genug durch Medien als „Chaoten und Unbelehrbare“ gescholten und diskriminiert!

Da freie Meinungsäußerung von Fans, sowie Spendenaufrufe im Rudolf-Harbig-Stadion wohl leider nicht mehr erwünscht sind, gibt es unsere Botschaft an alle Dynamofans und Bürger von Dresden, denen unsere Sportstadt am Herzen liegt, hier und jetzt! Ganz ohne lästige Anmeldeschikanen und Ordnerterror, einfach so !

Mach mit! Hilf Dynamo und unterstütze den Sport in Dresden!

Weitere Infos gibt’s auf http://sportstadt-dd.de/

ULTRAS DYNAMO im Jahre 2010

Aufruf zur Demo am Rathaus am 19.03.2010

„Die genauen Zahlen sind bekannt, alle Fakten liegen auf dem Tisch und sämtliche Argumente wurden ausgetauscht – nun wird entschieden. Am Freitag wird der Stadtrat endgültig darüber beschließen, ob die SG Dynamo Dresden ab der kommenden Saison für das städtische Rudolf-Harbig-Stadion eine faire und angemessene Miete bezahlen kann. Die Stadträte werden mit ihrem Beschluss über nicht weniger entscheiden, als darüber, ob in Dresden auch künftig Profifußball gespielt werden soll. Sie werden darüber abstimmen, ob unser Verein nach dieser Saison weiter existieren wird. Ihre Entscheidung ist unwideruflich und nicht korrigierbar. Findet sich am Freitag im Dresdner Rathaus keine Mehrheit für Dynamo und für den Sport, wird der achtmalige Meister und siebenfache Pokalsieger Dynamo Dresden keine Lizenz für die nächste Spielzeit erhalten. Als Konsequenz daraus wird dann der Verein des legendären Dresdner Kreisels, von Dörner, Kreische, Minge und Kirsten, Insolvenz anmelden und von der Fußballbühne verschwinden. Für immer.

Die Fangemeinschaft Dynamo ruft deshalb alle Mitglieder, Fans und Sympathisanten der SG Dynamo Dresden, alle Dresdnerinnen und Dresdner auf, mit ihrer Teilnahme an einer Kundgebung am Freitag ab 16:00 Uhr vor dem Dresdner Rathaus allen und jedem klar zu machen, dass sie eine gezielte Vernichtung der SG Dynamo Dresden nicht hinnehmen werden.

Geben wir an diesem Tag den gewählten Vertretern dieser Stadt ein für alle mal und eindeutig zu verstehen, dass wir unseren Verein nicht politischen Machtspielereien und persönlichen Interessen Einzelner zum Fraß vorwerfen lassen. Jeder von uns ist jetzt aufgerufen, mit seiner Anwesenheit am Freitag vor dem Rathaus Dresden seinen ganz persönlichen Beitrag zum Weiterleben unserer Sportgemeinschaft zu leisten.

Oft, viel zu oft in den vergangenen zwanzig Jahren begleiteten Worte wie Lizenzentzug und Insolvenz unsere Sportgemeinschaft. Unfähigkeit und Missmanagement der Verantwortlichen führten den Verein immer und immer wieder an den Abgrund. Immer wieder gelang es nur mit geliehenem Geld oder Spenden dem Tod in allerletzter Sekunde von der Schippe zu springen. Immer wieder standen Mitglieder und Fans des Vereins, Einwohner und Steuerzahler der Stadt Dresden für die Fehler der wechselnden Vereinsführungen gerade und retteten mit ihrem Engagement und ihrem Geld ihre SG Dynamo Dresden.

Dieses Mal jedoch ist vieles anders. Unser Verein befindet sich diesmal nicht in der Bettlerrolle, er verlangt einzig und allein völlig berechtigt nach einer marktüblichen und bezahlbaren Miete für das städtische Rudolf-Harbig-Stadion. Mitglieder, Fans und Verantwortliche der SG Dynamo Dresden haben im vergangenen Jahr ihre Hausaufgaben in eindrucksvoller Weise überaus erfolgreich gemacht und den Verein endlich auf einen zukunftsfähigen Weg gebracht. Sowohl die vom Verein vorgelegten Zahlen, als auch die in allen Bereichen herausragende Rolle, welche Dynamo Dresden seit jeher in und für die Stadt Dresden spielt, sind unwiderlegbar und unbestreitbar.

Offensichtlich wegen genau dieser eindeutigen Faktenlage hält sich die Aufgeregtheit unter den Dynamofans und den Dresdnern momentan scheinbar in Grenzen und manch einer ist vielleicht davon überzeugt, dass der Stadtrat ja gar nicht anders könne, als im Sinne Dynamos und damit im Sinne der Stadt und seiner Bürger zu entscheiden. Dieses Denken jedoch wäre absolut fatal, denn eine positive Entscheidung am Freitag ist keineswegs sicher. Viel zuviel Energie haben die Gegner Dynamos in den letzten Wochen, Monaten und Jahren in miese Stimmungsmache und das Schüren von Neid, das Verbreiten von Lügen und das Verschweigen von Wahrheiten investiert. Zu viele Kämpfe um politische Interessen werden auf dem Rücken unseres Vereines ausgetragen. Zu viele persönliche Befindlichkeiten, Abneigung gegenüber unserem Verein bis hin zu purem Hass sind im Spiel. Zu verzweifelt sind die Versuche, auf Kosten Dynamos eigene Unfähigkeit zu vertuschen. Aber auch – angesichts der knappen Stadtkasse nachvollziehbare – Angst und Unsicherheit bei einigen vernünftigen und objektiven Stadträten machen das Ergebnis der Entscheidung nach wie vor völlig unkalkulierbar. All denjenigen, welche glauben es werde schon gut gehen, weil es bisher immer gut ging, sei eindringlich gesagt, dass nichts, rein gar nichts entschieden ist. Nach wie vor gilt: Die Existenz unseres Vereins steht auf dem Spiel!

Darum: Freitag, ab 16 Uhr, Rathaus

Es gibt keine Ausreden mehr. Wer jetzt fehlt, macht sich mitschuldig.“

Mit den Zug in den Schacht am 24.03.2010

So nun gibt es endlich die Zugzeiten für das Spiel im Schacht am 24.03.2010

Hinfahrt

Abfahrt DD-Hbf. (Gleis 3): 14:00 Uhr
Zustieg Freiberg: 14:33 Uhr
Zustieg Zwickau: 16:00 Uhr
Ankunft Aue: 16:50 Uhr

Rückfahrt

Abfahrt Aue: 21:38 Uhr
Ankunft Zwickau: 22:00 Uhr
Ankunft Freiberg: 23:38 Uhr
Ankunft DD-Hbf: 00:18 Uhr

Nächstes Spiel
SC Paderborn
Sonntag, 21.08.2011
13:30 Uhr
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