Mitteilung für Presse zur Sprühattacke

Niklas aus dem offi. Forum zeigt mit folgender Mitteilung, wie falsch die Attacke dargestellt wird…

Da der Vorfall mit dem „versehentlichen“ Pfefferspray-Einsatz gegen unseren neunjährigen Sohn unterschiedlich in den Medien wiedergegeben wird, möchte ich hier einige Punkte aus unserer Sicht aufklären.

Die Sprühattacke ereignete sich nicht in dem eigentlichen Tumult, sondern abseits ca. 40-50 Meter davon entfernt.

Das Kind war wohlweislich von den Polizisten bemerkt worden, da wir die schwarzen Polizisten auf die Sachlage angesprochen hatten und nach dem Einsatzleiter verlangt haben. Vorausgegangen war schon eine Reizgasattacke im Ausgangsbereich, bei dem meine Familie, wie auch zahlreiche andere Unbeteiligte, Reizungen der Atemwege und Augen erlitten hatten.
Daraufhin haben wir uns an den Zaun zurückgezogen und die Polizisten angesprochen.
Wir bekamen aber auf unsere Schilderungen, was sie unserem Sohn und uns angetan haben, nur verachtende Antworten, wie „selbst Schuld“. Das Verlangen nach dem Einsatzleiter wurde gekonnt überhört.
Als die verbalen Unmutsbekundungen stärker wurden, trat der beschuldigte Polizist aus seiner Reihe an den Zaun und sprühte durch den Zaun in die Menge. Dabei wurde unser Sohn ins Auge getroffen.
Der Abstand zwischen Polizist und meinem Sohn betrug ca. 1,5-2 Meter und die Sicht wurde nur durch den ca. 2 Meter hohen massiven Stahlzaun behindert.
Hier davon zu sprechen, dass das Kind im Tumult übersehen wurde, ist eine absolute Frechheit.

Ausdrücklich möchte ich hier festhalten, dass sich die Polizisten außerhalb des Zaunes aufgehalten haben und definitiv keine Notsituation für sie bestand!

Die Behauptung, das Kind wäre sofort ärztlich behandelt wurden, ist indirekt auch eine Falschaussage!
Meine Frau ist selber Ärztin und daher ist die Aussage auch wieder richtig.
Die Hilfe des bei diesem Trupp anwesenden Sanitäters (rote Jacke mit „Polizei“-Aufschrift) wurde uns verweigert und wir sollten uns einen Sanitäter im Stadion-Innenbereich suchen. Über Funk wurde keine Hilfe für uns angefordert!
Ein Notarzt war scheinbar nicht vor Ort, erst später, in im Mannschaftstrakt befindlichen Sani-Raum hat uns der Dynamo-Mannschaftsarzt seine Hilfe angeboten.

Die Fragen nach der Dienstnummer des Beamten bzw. der Einheit wurden nicht beantwortet. Im Gegenteil. Als den Polizisten scheinbar bewusst wurde, was sie angerichtet hatten, versuchte ein Teil wieder zurück in die Tumult-Szene zu kommen und unerkannt zu bleiben.
Ich werde alles daran setzen, dass diese Einheiten in Zukunft identifizierbar gemacht werden.
Es kann nicht sein, dass solche Straftaten ungesühnt bleiben sollen, nur weil eine eindeutige Identifizierung nicht möglich ist!

Ich möchte weiter festhalten, dass sich der Vorfall nicht auf dem Weg zur U-Bahn und nicht bei einer Festnahme-Aktion ereignet hat, sondern wie erwähnt im Stadion-Innenbereich!

Quelle: offi. Forum

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